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Eilmeldung: Winterreifen kosten 50 Euro Bußgeld

 

So kann ein Winterreifen aussehen, wenn er bei zu milden Temperaturen gefahren wird. 

 

18.12.2015

 

Berlin (ppa) - Fordert der milde Winter nun seinen Tribut von Deutschlands Autofahrern? 

 

Seit heute wird auf deutschen Straßen von der Polizei verstärkt kontrolliert, mit welcher Bereifung Autofahrer unterwegs sind. Denn bei Temperaturen bis zu 17 Grad können Winterräder lebensgefährlich sein. 

Dr. Sebastian Rudolph, Pressesprecher des Verkehrsministeriums, rechtfertigte das Eilgesetz, das gestern Mittag durch den Bundestag gepeitscht wurde:

"Umherfliegende Blütenpollen, Kot auf dem Asphalt von zurückgekehrten Zugvögeln. Dafür sind Winterreifen nicht ausgerichtet. Wir mussten schnell handeln, um die Sicherheit deutscher Autofahrer nicht zu gefährden."

Die gängige Faustformel 'Von O(ktober) bis O(stern)' könne nicht mehr aufrecht erhalten werden, vielmehr gelte dank der Klimaerwärmung nun ganzjährige Sommerbereifung von Ostern (aktuelles Jahr) bis Ostern (Folgejahr). 

 

So kostet das Fahren mit Winterreifen ab sofort 50 Euro Bußgeld, wer mit Schneeketten unterwegs ist, wird mit 250 Euro zur Kasse gebeten und erhält zwei Punkte in Flensburg. Gegebenenfalls muss der Autofahrer hier auch für die Instandsetzung der Fahrbahndecke haften. 

 

Der ADAC hingegen spricht von Abzocke. Die dauerhafte Klimaerwärmung sei noch nicht schlussendlich erwiesen, so ein Sprecher des ADAC. Hinzu komme ein unzumutbares Chaos in den Werkstätten. Viele Reifenhändler hätten gar nicht so viele Sommerpneus auf Lager, wie von Autofahrern benötigt werden. 

"Hier fungiert der Autofahrer mal wieder als Melkkuh der Nation, die vom Verkehrsministerium offensichtlich auf's Glatteis geführt werden soll. Das ist Streusalz in die Wunde aller Fahrer, die sich gerade erst über die von Kriegen verursachten Spritpreisreduzierungen gefreut hatten."

 

Der Zentralverband deutscher Autofahrer erwägt Klage beim Bundesverfassungsgericht. 

SG 

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