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Eilmeldung: 10 Kostüme, die Karneval besser im Schrank hängen bleiben

07.02.2016

 

Als Wikinger marodierend durch die Tavernen ziehen, laut grölend aus einem Stiefel trinken und Frauen ungefragt auf den Schoß ziehen, das alles war nur zur Zeit der Wikinger erlaubt.

Aber auch darüber hinaus ecken Jecken mit so manchem Karnevalskostüm an. Damit Sie die närrische Zeit ohne peinliche Zwischenfälle genießen, hier zehn Nichtverkleidungen für die fünfte Jahreszeit: 

Streichholz

Unschlagbar günstig, leider gesellschaftlich nicht mehr tragbar. Nackt durch die Gegend laufen, schamvoll einen roten Kopf bekommen und auf kritische Nachfrage "Ich gehe als Streichholz" antworten: seit den Silvestervorfällen von Köln ist dieses Kostüm nicht mehr gerne gesehen.

Krake

Eine der beliebtesten Verkleidungen der letzten Jahre muss ebenfalls den aktuellen Ereignissen weichen. Zwar genießt man als Krake kostümiert einerseits einen Vorteil bei der neuen Armlängenempfehlung, auf der anderen Seite aber könnte man als potentieller Taschendieb verdächtigt werden, die maritime Maskerade bleibt dieses Jahr daheim. 

Ober

Apropos Taschendieb: das Kellnerkostüm war gerade unter Langfingern stets gefragt. Den alkoholisierten Gast "Sie wollen zahlen?" fragen und schon waren die Gauner ein paar Euro reicher. Aber: alle verkleideten Kellner werden dieses Jahr direkt aus dem Rheinland nach Bayern abgeschoben, damit Seehofer seine Obergrenze durchsetzen kann. 

Pozilist
Pozilistenkostüme sind der Polizei (nicht verwechseln mit der Pozilei) schon lange ein Dorn im Schlagstock. Aufgrund der angespannten Lage müssen Pozilisten die eigene Feierei ständig unterbrechen, weil sie zu Einsätzen hinzugezogen werden oder Jan-Böhmermann-Parodien in der Kneipe zum Besten geben müssen ("Ichabichabichabpozilei!")
Neandertaler

Da neben Glasflaschen und Handgranaten in diesem Jahr auch erstmals Steinzeitkeulen beim Rosenmontagszug verboten sind, lohnt dieses Kostüm kaum. Hinzu kommt, dass es als sexistisch angesehen wird, wenn man(n) die zum Bützen Auserkorene an den Haaren in die Eigentumshöhle zieht.

Spiegelei

Erhöhtes Cholesterin, mangelhafte Käfighaltung: mit einem Spiegeleikostüm kommt man bei gesundheitsbewussten Närrinnen und Narren überhaupt nicht gut an. Einzige Ausnahme: sie treffen jemanden, der sich als Frühstücksspeck verkleidet. Aber so ein Kostüm gibt es natürlich nicht. 

Uli Hoeneß 

Promiverkleidungen: immer beliebt. Dieses Jahr sollte man den rot-weißen Schal aber noch im Schrank lassen, sonst könnte es passieren, dass verkleidete Pozilisten einen verhaften und zur JVA Landsberg zurückbringen. Hoeneß' Haftentlassung ist schließlich am 29.2. und somit eindeutig NACH Karneval. 

Fliegendes Riesenbonbon

Sich "Kaaaaaamelle!" schreiend als überdimensionales Bonbon verkleidet von einem Umzugswagen in die feiernde Menge zu stürzen, war noch nie eine gute Idee (es sind ja auch nicht immer alle Schirme aufgespannt). Weil es aber jedes Jahr mindestens einer probiert, erwähnen wir es hier lieber noch mal. 

Ninja 

Warum sollte jemand ein Kostüm anziehen, in dem man nie gesehen wird?

AFD-Parteivorsitzende

Eine Frauke-Petry-Maske aufsetzen, einen schnittigen Hosenanzug überstreifen, in jeder Kneipe penetrant mit D-Mark bezahlen: eigentlich eine tolle Kostümidee.

Überschreitet man in diesem Aufzug jedoch die Promillegrenze, droht seitens der Polizei der Schusswaffengebrauch.

Daher nicht mehr zu empfehlen. 

SG; Foto Ober: LuckyImages; Foto Hoeneß: Harald Bischoff, CC BY-SA 3.0; Foto Frauke Petry: Olaf Kosinsky/skillshare.eu, CC BY-SA 3.0 DE

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